Ja sind die denn bekloppt?

Ich habe meine beiden Zweibeiner ja wirklich ganz dolle lieb. Aber was die heute gemacht haben, das grenzt nun wirklich an Körperverletzung. Ich fasse es mal vorneweg für Euch kurz zusammen: Sechs (!!!) Stunden Rennerei für 13 Kilometer. Und das bei durchgehend mehr als 24°. Das war alles andere als Urlaub. Und der eine Zweibeiner hat mehr als einmal geflucht, weil der Weg, der auf der Karte gezeichnet war, einfach mal so im Nirwana endete. Der war am Ende wirklich durch. Aber nicht nur er. Die eine Zweibeinerin und natürlich meine Wenigkeit hatten auf dem Rückweg vom Pont de Tuves irgendwann dann auch keine Lust mehr. Das Einzige was da war, war Schatten. Aber nur deshalb, weil der Weg durch’s Unterholz ging, das so niedrig war, das die Zweibeiner sich allenthalben bücken durften, um auf dem Weg zu bleiben. Ich glaube, dass das einzig Gute an dem Weg war, dass der eine Zweibeiner ab und an einen Geochache finden konnte. Sonst war an DEM Weg nix gut. Naja, vielleicht gerade noch, dass er uns schlussendlich zum Crossi gebracht hat.

Dabei war’s bis zum Pont de Tuves wirklich schön. Mäßige Steigungen bei moderaten Temperaturen machten die Wanderung für mich zu einer tollen Erfahrung. Dass es Wasser gibt, das nicht in natürlichen Bahnen fließt, habe ich heute gelernt. Da gibt es nämlich den Canal de la Siagne. Der führt Wasser in einem Betonflussbett. Wozu die Zweibeiner (nee, nicht meine) so alles fähig sind… Und warum nur…?

Die eine Zweibeinerin ließ es sich natürlich nicht nehmen, am Pont de Tuves ausgiebig im kalten Wasser zu schwimmen. Zumindest da waren sich der eine Zweibeiner und ich einig: DAS lassen wir mal lieber bleiben. Vom Rückweg hab‘ ich ja schon weiter oben schon berichtet: Pleiten, Pech und Pannen. Doch zum Schluss waren wir dann wieder am Crossi. Die beiden haben mir – sehr nice – eine nasse Decke im Kofferraum untergelegt. Da konnte ich dann die Heimfahrt über schön abkühlen.


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